Monat: Januar, 2011

_gitarrenkonzert

Guitar

heute spontanes gitarrenkonzert, 
nennen wir ihn junges talent,
7. jan, 20:00, schaut vorbei
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_ausstellungseroeffnung ‚a gun for higher purpose‘

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„wenn Ihnen ‚El Topo‘ gefallen hat, koennten sie auch das Mögen“

a gun for higher purpose
michael ebert-hanke

eroeffnung_sa, 15. jan, 19:00

Der in einer ausstellung vom 15. jan bis 19. feb bei bauer&ewald gezeigte Film
‚a gun for higher purpose‘
besteht aus 2 Teilen:
Teil 1 – dem Gedichtband ‚circle against all oddities‘
Teil 2 – 38 ‚dropouts‘ aus seiner 1000 bilder umfassenden internetseite ‚aufsein.info‘.

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_michael ebert-hanke

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Michael Ebert-Hanke (*80, hamburg) hat bei Dirk Reinartz und Peter Hendricks in kiel Fotografie studiert. Seitdem lebt er in Berlin und macht Filme aus Text und Bild.

 

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Im Folgenden der eMail-Verkehr vom 1.1.11 zwischen Michael Ebert-Hanke (Regie) und MB80 (Schnitt):

 

MB80: Es fehlt eigentlich nur noch die Musik, dann sind deine Filme ziemlich komplett. Denkst du du wirst irgendwann ‚richtige‘ Filme machen?

 

M.E-H: Ist halt so die Frage, ab wann ein Film dann richtig ist oder sich richtig anfuehlt. Ich wuerde gern so richtiges großes Kino machen – wo die Kunst nicht das ist worum es geht,

sondern die Geschichte, wo alles Kleine so richtig toll ist aber sich nicht wichtig nimmt und die Sache einen mitreißt wie bei Klick – aber ich glaube nicht, daß das meine Staerke ist.

Trotzdem denke ich schon, dass es bald mal was geben wird, wo Bild und Ton fest zusammengegossen sind auf ’ner Zeitleiste – ob nun mit Musik, Krach oder Sprache sehen wir dann.

 

Welche Musik haette ‚A Gun…‘, haette er eine Tonspur? 

 

Groeßenwahnsinnig ideal gedacht – einen Soundtrack von Morricone und Earth, denen Freddie Mercury als Geist erscheint und ihnen raet mit Helga Pogatschar zusammenzuarbeiten.

Ein Duett von Scout Niblett und Mike Patton faend ich auch toll. Aber es gibt ja gar keinen Soundtrack.

 

Koennte man sagen, dass ‚A Gun…‘ eine Geschichte hat? Wenn ja, wovon handelt sie?

 

Ja, klar es gibt eine Geschichte – aber keine die man gut zusammenfassen kann. Ich glaube die Geschichte entsteht da irgendwie in den Zwischenraeumen der Dinge,

die mich beim Schreiben interessiert haben und wenn ich die aufzaehle denkt sich jeder sofort einen Plot:

Schoepfung und die erste Atombombe, Adam und Eva, die Venus im Pelz, Antonioni, Enigma und der Kalte Krieg. Kabbala, Zahlen und Turing, Gibson, Material fuer Kleidung,

Salz und Gin, Pomade, Sex und Nylon (…)

Pathos total und sehr stereotyp.

 

Spielt es eine Rolle, dass die beiden Teile, Bilder und Text bzw. Geschichte unabhaengig voneinander entstanden sind? Waere das auch etwas, was dich bei einer schon fest zusammengegossenen Variante interessieren wuerde? Du hattest immer wieder auch von Overdubs erzaehlt, von Nachvertonungen und von Verschiebungen von Ton und Bild? Oder waere das dann zu sehr ‚Kunstfilm‘?

 

Ja, es spielt eine Rolle – ich glaube es ist fuer mich gut so zu arbeiten. Ich muss mir immer auf die Finger schauen, dass ich die Sachen nicht tot idealisiere, denn wenn ich’s richtig gut finde ist es meistens knapp dran vorbei. Wenn die Teile in sich gut sind, aber nur unter Spannung passen, ist es herrlich – dann ueberrascht es mich und ich muss es nicht erklaeren koennen.

Die Sache mit den Overdubs kommt – ich habe da einen neuen Text den ich einsprechen lasse und dann gehe ich mit Bildern drueber auf der Zeitleiste.

Solang es Spass macht kann es dann ja auch Kunstfilm sein – Videokunst find ich aber scheiße.