Monat: März, 2012

_Konzerte am Dienstag dem 3.4 und Samstag dem 7.4

die Konzertzeit geht los:

am Dienstag dem 03.04 ab 21.00 Uhr

spielt das norwegische Lo-Fi-Pop Duo Rugged Wilderness & Mountain Man No More und wir sind sehr gespannt, weil sich die Musik ganz zauberhaft anhört.. 

 

am Samstag dem 07.04 ab 20.00 Uhr

wird Saara Markkanen mit ihrem derzeitigen Musikpartner Markus Perttula ein weiteres Mal bei uns singen und spielen und wir hoffen alle werden fleißig kommen, denn es wird sehr schön.

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_Bellmann / Belser / Bizí / Frisch / Hertrich / Hötzer / Käfer / Müller / Sandoza / von Seefranz / from Trier / Viehweg / Wissert

In der Ausstellung „Objects & Filmlets“ wird eine Brücke zwischen Objekt, Requisite und Kurzfilm geschlagen. In einer Installation werden nicht nur 10 Kurzfilme gezeigt, sondern auch dazu passende Objekte ausgestellt. Das Arrangement und die Auswahl der Objekte erzählen dabei eine eigene Geschichte und machen das Filmkonzept dreidimensional greifbar. 

Bei den Gestaltern handelt es sich nicht nur um Filmschaffende und Filmstudenten, sondern ebenso um Bildende Künstler sowie Designstudenten. Die ausgewählten Kurzfilme bedienen sich sowohl klassischer Filmkunst als auch künstlerischen Stilmitteln, die fast schon trashig wirken. Die Filme variieren dabei zwischen einer und 15 Minuten.

Friederike Bellmann

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_Anselm Belser – Felix

Jede Aktion hat eine Reaktion.

Anselm Belser ist geboren am 11.09.1979 und aufgewachsen im Saarland. Er absolvierte 2003 die „Scuola Teatro Dimitri“ Schule für Bewegungstheater und Theaterkreation in der Schweiz. Nach verschiedenen Schau- spielengagements in Italien, Deutschland und der Schweiz war er ab 2005 an der filmArche eV. in Berlin- Kreuzberg im Bereich Kamera tätig. Seit 2010 studiert er Kamera an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

Felix

 

 

_Friederike Bellmann – Mach(s) dir Recht!

Mach(s) dir Recht!? ist ein Kurzfilm, welcher sich mit der individuellen Auslegung von Gesetzen und ihren Lücken auseinandersetzt. Objekte, welche Provisorien bilden, werden dabei gleichzeitig zu Requisiten. Was passiert also, wenn ein Junge eine Bar betritt und sich am Spielautomaten vergnügt, obwohl dies nach dem Jugendschutzgesetz verboten ist? Wäre es möglich, dass ein anderes Gesetz dieses Verbot unter bestimmten Umständen aufheben kann? Diese und andere Gesetzeslücken hat Friederike Bellmann aufgespürt und untersucht. Beispielhaft wird in dem Film diese Zweideutigkeit an einem Fall festgemacht und ironisch dargestellt.

Friederike Bellmann, 1985 in Berlin geboren, studiert Industrial Design an der Universität der Künste in Berlin. In einem Austauschsemester an der Burg Giebichenstein hat sie im Studiengang Spiel- und Lernmitteldesign neue Arbeits- und Sichtweisen kennen lernen können. Ihre Arbeiten zeichnen ein stark konzeptuelles Denken aus, wobei sie mit den Mitteln der Umsetzung sehr experimentell ist. So kann am Ende ein klassisches Produkt oder ein Kurzfilm entstehen, aber auch ein spannender Designprozess als Mittelpunkt der Arbeit gelten.

Machs_dir_recht

 

 

_Heinz Sandoza/gao bízi/Lars from Trier – PRINCIPIA PHILOSOPHIAE

In „PRINCIPIA PHILOSOPHIAE” diskutiert das ultra-philosophische Terzett Grundprinzipien der Präfigierung.

Die Gruppe ULTRA ART FAIR UNLIMITED wurde 2006 von Heinz Sandoza, gao bízi & Lars from Trier gegründet. Die Künstlergruppe arbeitet mit dem ältesten Massenmedium der Welt, den Gerüchten:

ULTRA ART FAIR funktioniert wie ein Trojanisches Pferd/Trojaner, sich einnistend in die sogenannten „aufstrebenden und stark wachsenden globalen Kunstmärkte unserer Tage“. Dabei zitiert und kommentiert es das Format „Messe“ und bedient sich ihrer Formensprache und ihres Habitus. Der anfangs rein virtuelle Charakter in Form eines Gerüchts implantiert und materialisiert sich zunehmend zu verschiedenen Anlässen. Dabei benutzt, erzeugt und befragt die Klimax ihrer bisherigen Standorte (Miami 2006 – Dubai 2007 – Basel 2007 – Shanghai 2008 – Lagos 2010) kulturelle Missverständnisse und vorhandene Klischees von Internationalität und Marktbeherrschung. Das komplette Screening der (dis)kontinuierlich wachsenden Webseite http://www.ultra-art-fair.com/ dauert zurzeit ca. 80 Minuten. Die nächste Ausgabe soll sich 2012 in Berlin ereignen.

 http://www.ultra-art-fair.com/affairs_html/ultra_philosophiae.html

Principia_philosophiae

 

 

_Geraldine Frisch – die obiisten

„die obiisten“ stellen eine Menschengruppe mit mehr oder weniger guten handwerklichen Fähigkeiten dar. Ausgestattet mit Neugierde können sie sich besonders in ihrer Freizeit für Um- und Ausbaumöglichkeiten an ihren Behausungen begeistern. Speziell in den neuen Bundesländer konnte Geraldine Frisch eine Euphorie zum „do-it-yourself“ beobachten. Endlich gab es wieder eine Vielfalt von Baumaterialien zu erschwinglichen Preisen! Baumärkte bieten daher eine willkommene Plattform für obiistische Individualität. Einige aus der “gruppe der obiisten”, wie „doro guht, i.b. obladen und frau obrist“ besuchen in unregelmäßigen Abständen verschiedene Baumärkte. Sie untersuchen beispielsweise den Einfluß der Produkt-/Werbefilme auf den Baumarktkunden und finden neue kreative Lösungen in der Umsetzung. Die Untersuchungsergebnisse werden filmisch festgehalten und demnächst in Baumärkten präsentiert. Das Zeitalter des „obiismus“ hat schon längst begonnen!

Geraldine Frisch absolvierte an der AdBK Nürnberg den Aufbaustudiengang Kunst und öffentlicher Raum und studierte Architektur an der Georg-Simon-Ohm in Nürnberg. Den Begriff „obiismus“ prägte Geraldine Frisch bereits 1990. Die Realisierung des Projekts „die obiisten“ begann während ihres Kunststudiums. Auch durch ihre Erfahrung als Architektin beobachtet sie die Entwicklung der Baumärkte und deren Einfluss auf die Baukultur mit kritischen Augen. Wie kann Architektur in den Baumarkt einfließen?

www.dieobiisten.de

www.obiismus.de

Die_obiisten

 

 

_Susanna Hertrich – A short film about water

Der Film ironisiert die an Nanotechnologien geknüpften Heilserwartungen, in dem er diese, mit den Erwartungen an die noch junge Nukleartechnologie gleichsetzt. Eingebettet in eine Film Noir Ästhetik, mit Zitaten aus den typischen Wissenschaftlerfilmen der 1950er Jahre, wird hier die Geschichte einer nanotechnologiebasierten Trinkwassergewinnung erzählt – ein eher drastischer Ausweg in Zeiten der Knappheit.

Susanna Hertrich studierte Interaction Design am Royal College of Art in London. Sie erzählt Geschichten, die von ihrer surrealen Vorstellung für die Funktionalität von Objekten leben. Eine obsessive Faszination für Maschinen und die Interaktion mit ihnen, lässt sie Geräte bauen, die ein Tor zu einer alternativen Realität öffnen. Profane Artefakte, Alltagssituationen oder scheinbar banale Sozialakte werden zu Ausdrucksmodi verdrängter Bedürfnisse, psychologischer Dilemmas und heimlicher Fantasien. Ihre Objekte zitieren die Sprache von Produkten und liefern eine klare Handlungsanweisung, jedoch liegt ihre Interpretation allein beim Betrachter.

www.susannahertrich.com

Water

 

 

_Judith Hötzer, Dirk Wissert – The Cat

1600 Post-it Blätter, 9 schwarze Filzstifte und über 100 Stunden Produktionszeit. Eine Katze erkundet die Umgebung auf ihre eigene Weise. Dabei frisst sie alles, was ihr in den Weg kommt. Blumen, Kokosnüsse, Steine, Ziegen, Enten… Dann wird das Tier unaufmerksam und wird zuletzt selbst verspeist. 

So spielt das Leben, fressen oder gefressen werden.

Der zweiminütiger Kurzfilm ist im Rahmen der Vorlesung „Animationsfilm“, im Wintersemester 2009/10 an der Hochschule Offenburg entstanden. Produziert wurde er von den MI-Studenten Dirk Wissert und Judith Hötzer. Der Film entstand sehr spontan und auf Grund der damals nahenden Abgabefrist unter gewissem Zeitdruck. Produziert wurde im heimischen WG Zimmer und im Tonstudio der Hochschule Offenburg, die Arbeitsweise war dabei von einer offenen und dennoch sehr lockeren Atmosphäre geprägt.

The_cat

 

 

_Jennifer Käfer – Anton

Kritisch beäugt „Anton“ die Veränderungen um sich herum. Noch bestehen Freiräume in Berlin. Freiräume für individuelles und kreatives Leben. Doch diese werden mehr und mehr bedroht. Banken und finanzstarke Investoren erschließen Lücken, Menschen werden aus der Mitte verdrängt, Freiräume werden rar. Anton ist nur einer der Betroffenen. Eine Geschichte, die erzählt werden musste.

Jenny erblickte als Käfer 1985 im Münsterland das Licht der Welt. Die Welt und die Menschen lagen schon früh in ihrem Fokus und um eben diesen zu schärfen spezialisiert sie sich derzeit als Studentin für Audiovisuelle Medien und Kamera in Berlin auf die Technik. Zudem ist sie als Freischaffende unterwegs und realisiert verschiedene Filmprojekte.

Anton

 

 

_Franziska Müller – Thermoformed Bodies

Der Film ist 2011 an der UdK Berlin im Fachbereich Produktdesign in einem Kooperationsprojekt mit einem Mikrofaserstoffehersteller entstanden. Er zeigt eine Vision davon, wie in Zukunft Kleidung produziert werden könnte. Da das Textil tiefzieh- und verschweißbar ist, könnte die Kleidung direkt um den Körper herum angepasst werden. In einem Material sind weiche und harte Bereiche möglich.  Schnittkonstruktionen, Nähte oder extra Materialien sind nicht mehr notwendig und neue Arten Kleidung zu gestalten werden so denkbar.

Franziska Müller,1985 aus Krefeld. Studierte an der AbK Stuttgart und an der ASP Warszawa (Polen) Produktdesign und beendet jetzt ihr Studium an der Universität der Künste Berlin.

Thermoformed_bodies

 

 

_Felix von Seefranz – Busy

Oma Schmitt ist Witwe und die wahrscheinlich geschäftigste Frau der Stadt. Als selbstständige Unternehmerin hetzt sie trotz ihres Alters mit sprudelnder Dynamik und  unermüdlichem Antrieb von Termin zu Termin, von Telefongespräch zu Telefongespräch. Dabei hinterlässt sie bei den Menschen einen so souveränen und respekteinflößenden Eindruck, dass die meisten ihre Präsenz als Bereicherung empfinden. Bis zu jenem Tag, an dem ihre ständige Betriebsamkeit plötzlich in Frage gestellt wird. Nun wird klar, dass Oma Schmitt sich eine Phantasiewelt geschaffen hat, um vor der einsamen Realität entfliehen zu können.

Felix von Seefranz, geboren 1986 in Berlin, ist seit 2006 freischaffend in der Filmwelt tätig und realisiert Kurzfilme, Musikvideos und Werbung als Regisseur und Kameramann. BUSY ist ursprünglich als Bewerbungsfilm für ein Regie-Studium an den Hochschulen entstanden, wo die Bewerbungs-Kommissionen den Film durchweg ablehnten. Inzwischen hat BUSY mehrere internationale Preise gewonnen und das Prädikat „Wertvoll“ erhalten.

Busy

 

 

_Lilo Viehweg – Artikel 7

Das Regiem hat mit dem Gesetzesartikel Nr. 7 den fundamentalen Neo-Animismus verboten. Dessen Anhänger müssen ihre Religion jetzt im Geheimen ausüben. Sie glauben, dass jedes Ding, das sie umgibt, eine Seele besitzt. Die Geister der Ahnen leben in allen Gegenständen weiter und müssen ständig durch aufwendige Zeremonien beschworen und besänftigt werden.

Lilo Viehweg, 1983 in Berlin geboren, 2005 bis 2008 Studium Industriedesign an der Burg Giebichenstein in Halle, seit 2008 Studium Produktdesign an der Universität der Künste in Berlin. Im Laufe ihres Studiums sind mehrere kleine Filme entstanden, die ihre Konzepte im Produktdesign erzählen und unterstützen. „Artikel 7“ ist ihr erstes rein filmisches Projekt.

Artikel7

 

 

 

Vernissage ‚Objects & Filmlets‘ am Freitag, 09.03.2012

Ausstellung vom 09.03. bis zum 09.04.2012

Objectsfilmlets_niklas

 

Die Ausstellung ‚Objects & Filmlets‘ vereint Kurzfilme von 10 jungen Filmemachern mit jeweils ganz unterschiedlichem Zugang zum Medium. Ebenso unterschiedlich sind insofern natürlich auch die jeweiligen Resultate  –  Dokumentarisches, innovativer Cartoon, die spielerische Auslegung von Gesetzesparagraphen, ein ‚echter‘ Spielfilm etc. Zudem hat jeder der Regisseure ein Requisit bzw. Objekt aus seinem Film ausgewählt, das neben einem Text ausgestellt ist, und das die Wahrnehmung oder das Verständnis der Filme anregen, bereichern oder auch in eine andere, unerwartete Richtung lenken könnte.

Wir freuen uns über das spannende Gesamtbild und laden herzlichst ein, am Freitag oder auch im restlichen Verlauf der Ausstellung.

Weiteres zu den Künstlern und der Ausstellung hier.